Jahresausfahrt 2014 Südfrankreich


Veröffentlicht am: 25.06.2014



Auch in diesem  Jahr wurde die grenzübergreifende übliche Jahresrundfahrt des RSV Herbolzheim veranstaltet. Dies ist eine  Rundfahrt, die wir gemeinsam mit unseren Radsportfreunden aus der Partnerstadt Herbolzheim, Sisteron unternehmen.
In diesem Jahr waren die Freunde aus Frankreich für die Planung, Organisation und Durchführung verantwortlich. Sie haben uns eingeladen in die Region rund um Nant in Südfrankreich.



Uns Teilnehmer waren die Schönheit der Natur und die Vielfältigkeit der Region gänzlich unbekannt.
Am ersten Tag starteten wir für eine kurze Tour, damit wir uns mit den Wetterverhältnissen und den Straßenbedingungen vertraut machen konnten. Die Rundfahrt führte uns schon zu einem Highlight der Region: Die Stadt Roquefort wurde in die Tour eingeplant. Eine Besichtigung der bedeutendsten Käserei dieser Stadt stand  am Mittwoch  auf unserem Aktionsplan.
Der zweite Tag stand unter dem Motto: Schluchten und Wasser. Wir starteten zu der ersten längeren Tagestour. Der ganze Canyon de la Dourbie wurde eingeplant. Natur in den Formen von Wasser, riesigen Felswänden und grandiosen Ausblicken waren hier in allen Variationen vertreten.
Der Dienstag kann man als Highlight bezeichnen: Welches  Naturphänomen kann sich mit dem Cirque de Navacelles vergleichen? Nach einem längeren Anstieg und einer längeren Fahrt auf einer Hochebene führt die Straße unverhofft an den Rand einer riesigen traumhaften Schlucht. Wir waren begeistert von der Aussicht und sahen auch schon auf der anderen Seite der Schlucht unsere weiter führende Straße. Einer rasanten, nicht ganz ungefährlichen Abfahrt folgte ein wirklich schwieriger steiler Anstieg, der sich über 4 km dahin zog. Nicht nur längere 18% Steigungen waren zu überwinden, sondern auch noch die Hitze des Tages staute sich in diesem Kessel. Aber alle Teilnehmer trotzten der Natur und sind nach 115km glücklich wieder im Hotel angekommen.
Die kurze Tour vom Mittwoch war ein Vorgeschmack, was am Donnerstag auf dem Plan stand.Eine kurze Tour über 54 km, aber die bestand aus 49 km Anstieg und 5 km schneller Abfahrt.



Die Zeit drängte an diesem Tag, denn wir besuchten gemeinsam eine Auberge für unser Mittagessen.
Landestypisches Essen wurde uns auf einem sehr großen Gestüt serviert. Die Stimmung war bestens. Eine richtige große Gemeinschaft zusammen mit unseren Freunden. An diesem Mittag besuchten wir ein weiteres Mal die Stadt Roquefort, damit wir gemeinsam auch eine Käserei besichtigen konnten.
Hier erfuhren wir, wie der leckere Schimmelkäse produziert wird. Eine Kostprobe der verschiedenen Käse Spezialitäten durfte nicht fehlen. Nach der Besichtigung machten wir uns  auf nach Millaut und besuchten als technisches Meisterwerk die weltgrößte Schrägseilbrücke. Dieses  Viadukt ist mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt und besitzt eine maximale Pfeilerhöhe von 343 m. Hier beindruckte die Technik, die Architektur und die Ingenieurskunst der heutigen Zeit.
Etwas für Bergspezialisten war die Tour vom Donnerstag. Der Mont Aigoual wurde von ein paar verwegenen Bergfahrern aus Sisteron und Herbolzheim in Angriff genommen. Eine Höhe von 1567m üNN sollte überwunden werden. Auch hier war mentale Stärke gefragt. Hitze, Winde und steile Anstiege wollten überwunden und bezwungen werden. Die letzten Kilometer zogen die verbliebenen Energiereserven aus den Körpern. Belohnt wurden die Gipfelstürmer mit einer wunderschönen und schnellen Abfahrt durch das Tal des Flusses Dourbie. Neben kleinen Dörfern gab es die Natur mit gelb blühenden Ginsterhainen und sich auf der Strasse sonnenden Schlangen und Eidechsen.
Leider neigt sich diese gemeinsame aktive Woche schon dem Ende: die letzte gemeinsame Tour am Freitag stand unter dem Motto: Natur und Technik aus nächster Nähe.



Die Fahrt entlang des Dourbie ging nahtlos in den Großstadtverkehr  der Stadt Millau über. Aber wir konnten die gewaltige Brücke aus nächster Nähe von unten betrachten. Vorbei ging unsere Tour  an Peyre, eines  der schönsten Dörfer von Frankreich! Felsenhäuser und verwinkelte  kleine Gassen sind die Kennzeichen dieses schönen Dorfes.  Auf einer sehr verkehrsarmen Straße entlang des Flusses Dourbie konnten wir die Natur und die Rebberge und  wirklich genießen können.
Den Abschluss unserer sportlichen Woche kann ich der schönen, welligen Abfahrt nach Nant sehen.
Der Abschied fiel allen Teilnehmern schwer, aber die Planung für das kommende Jahr hier in Herbolzheim hat bereits begonnen.
Wir möchten uns  allen französischen Teilnehmern für die schöne und unfallfreie Woche bedanken.
Die Organisation und der Ablauf unserer diesjährigen gemeinsamen Ausfahrt waren wirklich sehr gut.




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