Radsportwoche 2016


Veröffentlicht am: 13.06.2016

Der RSV Herbolzheim besuchte die Radsportfreunde des CycloClub Sisteron.
In diesem Jahr wurden wir von unseren Freunden in das französische Zentralmassiv in den regionalen Naturpark Haut-Languedoc eingeladen.Eine wirklich eindrucksvolle Landschaft, dünn besiedelt, aber dadurch auch sehr wenig Straßenverkehr, was bei uns Rennradfahrern geliebt wird.Eine Vielzahl von unterschiedlichen Bergen wurden bezwungen, was durch die gemächlichen und moderaten Steigungen für alle Teilnehmer ohne Probleme gemeistert werden konnte.
Die Anfahrt zu unserer Partnerstadt Sisteron wurde, wie beim RSV üblich, in Etappen zurück gelegt. Den größten Anteil haben wir mit dem von uns gemieteten Kleinbus zurück gelegt. Bei Monestier-de Clermont wurden allerdings die Rennräder zusammen gebaut und die letzten 120 km bis Sisteron wollten wir gemeinsam mit dem Rad fahren. Kurz und gut, hat uns das Wetter wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Kurz vor unserem Ziel hat sich eine riesige Schlechtwetterfront zusammen gebraut, so dass wir unsere Räder wieder in den Bus einladen mussten. Aber trotzdem sind 80 km mit einer richtig rasanten Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h zusammen gekommen.


Am Abend haben wir mit unseren Freunden aus Sisteron gefeiert. Lokale Spezialitäten und Getränke wurden uns serviert. ( Das Bierfass durfte nicht fehlen. Denn diese Gepflogenheit hat unseren französischen Freunden bei dem letztjährigen Besuch hier in Herbolzheim sehr gut gefallen )
Es war ein herzliches Willkommen und ein schönes Wiedersehen mit den Freunden aus Sisteron.
Am Sonntag sind wir dann gemeinsam zu der geplanten Unterkunft an den Lac du Laouzass gefahren. Nach dem Bezug der Zimmer sind die ersten Radfahrbegeisterte zu einer Erkundungstour rund um den See aufgebrochen.
Die erste gemeinsame Tour führte am Sonntag über Laucane in die nähere Umgebung. Schöne einsame Straßen und wenig Straßenverkehr. Gemächliche Steigungen und schöne Landschaft. Einfach sehr schön. Am Ende waren es  100 km auf unserer ersten Rundfahrt.
Am Dienstag, dem 2.ten Tag unserer Reise, waren unsere Bergspezialisten gefragt. Die erst klein aussehende Tour mit geplanten 90 km Wegstrecke entwickelte sich am Ende zur Bergetappe mit 1800 hm.



Am folgenden Tag war eine Freiwilligenrunde eingeplant. Diese konnte man mit: kurz und Knackig überschreiben. Die Rundtour hatte ein eindrucksvolles Ende mit einem immer steiler werdenden Berg. Am Anfang des 4 km langen Anstieges waren es 10% und gegen Schluss, Teilstücke mit 18% Steigung! Belohnt wurden die Fahrer aber mit einer grandiosen Aussicht und einer schnellen, nicht ganz ungefährlichen Abfahrt.
Als Belohnung und Abwechslung der belasteten Muskulatur haben sich die Herbolzheimer Radfahrer für eine Kanutour auf dem Orb entschieden. Für den einen oder anderen Teilnehmer war dies eine willkommene Abkühlung. Es war richtig lustig und war eine tolle Alternative zum Radfahren. Leider hatten wir hier Verluste von diversen Gegenständen zu verkraften, aber die Freude und gute Laune überwiegte auch hier.
Eine klasse Art den Gemeinschaftssinn der Gruppe zu stärken.



Am Donnerstag stand die Königsetappe auf dem Plan. Eine Rundstrecke mit über 125 km und 2.000 hm waren geplant. Es wurde eine sehr schöne Tour durch die Natur mit mehreren langen und wirklich schnellen Abfahrten. Nach ein paar Orientierungsschwierigkeiten und Unklarheiten wurde der richtige Weg gefunden und auch von allen sehr gut gemeistert.
Der Freitag konnte man als Erholungsfahrt bezeichnen, denn der Vortag steckte doch in den Knochen. Es wurden aber trotzdem 80 km gefahren.
Leider war uns das Wetter am Samstag nicht sehr gut gesonnen. Nach mehreren Startanläufen hat sich ein Teil der Gruppe entschieden, sich doch auf den Weg zu machen. Es wurde umgeplant. Strecken wurden gesucht und schließlich wurde der Entschluss gefasst: Wir fahren ans Meer.
Also: eine Fahrt aus der Schlechtwetterfront an die Küste.
Zum Start waren alle Fahrer dick eingepackt, da die Temperatur auf 10°C gefallen ist. ABER: Nach jedem bezwungenen Col wurde etwas davon ausgezogen.
Am Schluss waren wir in kurz/Kurz unterwegs und sind gemeinsam mit dem uns begleitenden Tourbus in Valras-Plage auf der Uferpromenade eingefahren.
Was für ein Anblick: Da kommen 8 Leute mit Rennräder an den Strand, werfen Rad und Kleider von sich, und springen ins Meer. Schon verrückt. Aber es war wirklich lustig. Von Einheimischen wurden wir ungläubig beäugt und belächelt, aber das war uns in diesem Moment wirklich egal.
Leider war dies auch der Schluss unserer diesjährigen Rundfahrt!


Der letzte Abend stand, wie üblich im Zeichen von Abschied und aber auch Ausblick auf die gemeinsame kommende Tour im Jahr 2017.
Es wurden an diesem Abend Geschenke und gute Wünsche ausgeteilt.

Was aber gesagt werden muss:
Vielen Dank an die Organisatoren und die vielen Helfer, die für eine so gelungene Woche notwendig ist. Vielen Dank an die Fahrer unseres Begleitbusses, denn die haben doch auf zahlreiche Touren verzichten müssen.
Es war eine sehr schöne Woche mit, zum Glück nur einem kleinen Unfall, so gut wie keinen Plattfuß.
Es ist ein tolles Erlebnis, Landschaft und Natur in dieser Weise zu erfahren.
Es ist schön, dass aus fremden Menschen Freunde sind und bleiben.



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